Die Tierphysiotherapie ist in Deutschland mittlerweile eine anerkannte
Behandlungsmethode geworden.
Das ist die logische Konsequenz: wenn man bei der Diagnostik und Behandlung modernste
Methoden in der Tiermedizin anwendet, dann soll auch die begleitende Therapie
alle Möglichkeiten ausschöpfen.
Die therapeutischen Möglichkeiten sind sehr vielseitig. Sie sind in manuelle Techniken und Gerätetherapien unterteilt.
Die Krankengymnastik setzt sich zusammen aus dem großen Gebiet der Bewegungstherapie (Kräftigung und Mobilisation),
der Elektrotherapie und verschiedenen Massagetechniken.
Der Hauptschwerpunkt der Therapie ist die Schmerzlinderung. Die Schmerzlinderung bzw. Schmerzfreiheit ist für unsere
Vierbeiner ein sehr wichtiges Kriterium in Bezug auf die Lebensqualität.
Weiterhin sind der Muskelaufbau, der Erhalt und das Wiedererlangen der Gelenkbeweglichkeit und das Bewußtmachen von
Bewegung Schwerpunkte der Therapie.
Außerdem kann für Operationen eine gute Vorarbeit geleistet werden und auch zur Heilungsförderung und Rehabilitation
ist die Krankengymnastik sehr gut einsetzbar.
Um gewissenhaft zu behandeln, kann man nicht "mal eben" Physiotherapie anwenden.
Wer sich ernsthaft mit Physiotherapie beschäftigen will kommt nicht umhin, sich intensiv mit verschiedenen
anderen Themengebieten wie z.B. Anatomie, Neurologie, Pathologie, Physiologie etc. auseinanderzusetzen.
Die Tierphysiotherapie ist mehr als nur etwas "Strecken und Streicheln" !
Wichtig ist, jeden vierbeinigen Patienten als Individuum zu betrachten.
Entsprechend sollte seine Therapie aussehen ! Wichtige Punkte bei der Therapieplanung sind Kondition
und Konstitution des Patienten, das Alter sowie Erkrankungsstadium und sonstige Erkrankungen.
Dieser kleine Patient litt unter einer ausgeprägten Fehlstellung der Vordergliedmaßen.
Deshalb arbeiten wir eng mit verschiedenen Tierarztpraxen und -kliniken zusammen die uns weiterempfehlen bzw.
die Patienten an uns überweisen.
Unser Ziel besteht dabei hauptsächlich in der - soweit möglich - Wiederherstellung der Beweglichkeit und
Schmerzfreiheit unserer tierischen Patienten.
Die Arbeit des Physiotherapeuten ist dabei als Teil der Gesamttherapie zu sehen und darf auf keinen Fall
den Tierarzt ersetzen.
Wie man erkennen kann hat die frühzeitige und intensive Behandlung des kleinen Weimaraners die Fehlstellung
deutlich reduziert.